Erreichen Gewitterwolken ungewöhnliche Höhen und/ oder Langlebigkeiten sowie
höhere Intensitäten, können sie schnell unwetterartige Ausmaße annehmen.
Selbst ein normales Sommergewitter kann lokal schnell zu Überschwemmungen führen,
ist zum Beispiel dessen Zuggeschwindigkeit gering, oder es fällt extrem starker Regen.
Beispiele liefern hier Unwetterereignisse am 26.07.2008 in Dortmund mit bis zu
200l / qm oder am 04.07. in Frankfurt/ Oder!
Unwettercharakteristiken werden von Gewittern am häufigsten durch starken
Hagelschlag, durch dichten Platzregen oder auch durch orkanartige Böen hervorgerufen.
Fällt beispielsweise dichter Niederschlag innerhalb eines Gewitters, so kann ein derart
heftiger Fallwind dadurch entstehen, daß Orkanböen zu Gewitterbeginn auftreten,
dieses Szenario wird als =>
Downburst bezeichnet!
In schweren Gewittern kann man durchaus machmal erahnen, daß ein
Hagelunwetter unmittelbar bevorsteht, grünliche oder gelblich-bräunliche Färbungen weisen
oft auf dichte Hagelkerne innerhalb von Gewittern hin, Hagelkörner können Durchmesser
von bis zu 10 Zentimetern erreichen, im Extremfall sogar noch mehr.
Aber auch kleinerkörniger Hagel vermag in sehr dichtem Fall verheerende Schäden anzurichten.
Die verheerenste "Waffe" des Gewitters mag aber der =>
Tornado sein.
Tornados kommen fast ausschließlich in extrem stark organisierten Gewittern vor,
den sogenanntan =>Superzellen!
Superzellen sind also sehr stark ausgeprägte Gewitterwolken, die sich vor allem durch
eine höhere Intensität und eine weitaus höhere Lebensdauer zu kennen geben.
Oft beobachtet man bei Superzellen eine zusätzliche Ausbauchung oberhalb des
Eisschirmes, dies wird als =>
Overshooting Top bezeichnet.
Weitere Kennzeichen von Superzellen sind rotierende Wolkenbasen =>
Wallclouds und
sehr massive Aufwindtürme.
Die meisten Tornados treten in der sogenanntan "Tornado Alley" zu deutsch >Tornadoallee, auf.
Im Frühjahr prallen trockenkalte Winde von den westlichen Rocky Mountains
auf feuchtwarme Luftmassen aus dem Mexikogolf über dem mittleren Westen der
USA zusammen und schaffen gigantische Gewitterzellen und Systeme, die dort
jährlich mehrere hundert "Twister" verursachen.
In Deuschland sind solche Extreme seltener anzutreffen, haben aber auch oft
schon Verheerendes geleistet, sei der 26.03.2006 in Hamburg mal als Beispiel zu erwähnen.
Die Erkennung solcher Gewitterzellen beziehungsweise die Vorhersage von Gewittern
ist generell als schwierig einzustufen, allerdings gibt es in Deutschland rennomierte Dienste,
die auf Extremwetterlagen wie auch Schwergewitter entsprechende Warnungen
herausgeben und von jedem normalen Internetbenutzer kostenfrei abrufbar sind.
==>>http://www.unwetterzentrale.de==>>http://www.dwd.de/warnungen